Klinische Ärzte sehen sich oft mit dem Problem konfrontiert, potenziell krankhafte Veränderungen im menschlichen Körper erkennen und ihre Auswirkung auf den gesamten Organismus prognostizieren zu müssen. Ebenso müssen Erfolg und Risiken unterschiedlicher Therapieoptionen vorausgesagt und bewertet werden. Erfahrung ist dabei von großer Bedeutung, stößt aber bei komplexen Krankheitsbildern an Grenzen. Rechnerbasierte Simulationen können einen wesentlichen Beitrag zur Beurteilung liefern, indem sie die heutzutage oft riesigen Datenmengen, die über einen Patienten vorliegen, mit physikalischen Modellen oder empirischen Wissensbanken verbinden und Prognosen berechnen.
Steht eine chirurgische Intervention an, helfen die Simulationen, den Eingriff exakt zu planen. Schließlich wird der Chirurg auch während der Operation unterstützt, indem laufend Daten über den Operationsverlauf, beispielsweise die Bilder eines Endoskops, erfasst und mit dem Plan abgeglichen werden. Potenzielle Komplikationen können so rechtzeitig erkannt und vermieden werden.
Schwerpunkt der Forschungsgruppe ist die Entwicklung mathematischer Modelle von humanem Weichgewebe und von Blutströmungen sowie die medizinische Bildverarbeitung. Darauf aufbauend entstehen Softwaresysteme, die sowohl den Erkenntnisgewinn in der Medizin fördern als auch die patientenindividuelle Diagnostik und Therapie unterstützen.
Mitarbeiter
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Sebastian Bodenstedt Enrico Kuhn |





